Litzwerk der mbs

Neben dem Bahnbetrieb tragen wir die Verantwortung für die Stromversorgung der Gemeinden des äußeren Montafon.

Das Litzwerk setzt hohe Maßstäbe an Wirtschaftlichkeit, ökologische Verträglichkeit und harmonische Integration in das landschaftliche Erscheinungsbild.

Unser Litzwerk wurde 1998 völlig umgebaut in Betrieb genommen. Wir erzeugen damit etwa 22 Mio. Kilowattstunden Energie aus sauberster, regenerativer Wasserkraft unter schonenster Einbindung der Wasserkraftanlage in die Umwelt.

Technische Daten

des Litzwerk

Einzugsgebiet: rund 100 km2
Rohrfallhöhe: 92 Meter
Engpassleistung: 5,6 MW (bei 3 Maschinen)

Wasserfassung
Typ: Bogenaußenliegende Fassung
Ausbauwassermenge: 8 m³/s
Länge Entsanderkammer: 55 Meter

Triebwasserführung Druckrohrleitung
Gesamtlänge: 1.600 Meter
Material: Eternit Länge: 300 m, Durchmesser 1.400 mm
Material: Glasfaserverstärker Kunststoff Länge: 1.300 m, Durchmesser 1.600 mm

Krafthaus
Raumkubatur: 4.000 m³
Länge: 29,5 Meter
Breite: 10 Meter
Höhe über Gelände: 7,5 Meter

Maschinen
Turbinen: 3 Francisturbinen
Leistung je Turbine: 2,6 MW
Generatoren: 3 Drehstrom-Synchrongeneratoren
Leistung je Generator: 3 MVA
Nenndrehzahl: 1.000 U/min
Maschinenspannung: 800 V
Transformatoren: 3 Drehstrom-Öltransformatoren
Netzspannung: 20 kV

Umweltschutz

Wasserkraft ist ökologisch und regenerativ. Das Litzwerk ist damit ein weiterer Beitrag zur Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen. Entsprechend den Bestimmungen des Wasserrechtsgesetztes bzw. der darauf aufbauenden Bescheide wird jahresdurchgängig und jahreszeitlich abhängig eine Dotierwasser abgegeben. Dadurch wird gewährleistet, dass die Ökologie der Ausleitungsstrecke erhalten bleibt. Obwohl nicht vorgeschrieben, wurde die Wasserfassung im Einvernehmen mit dem Fischereiverein Montafon mit einer Fischtreppe ausgestattet.

Die Chronik des Litzwerkes

1896

Inbetriebnahme des
alten Litzwerkes

1904

Übernahme des alten Litzwerkes
durch die Montafonerbahn AG

1983

Aufsichtsratsbeschluss zur Planung
eines neuen Litzwerkes

1984

Projektvorstellung Standort
Tobelmühle durch Vorarlberger
Illwerke

1989

Grünes Licht für Neubau
des Kraftwerkes mit Standort
Tobelmühle

1992

Bewilligungsverfahren
abgeschlossen

1995

Oktober, Partnerschaftsvertrag
mit VIW und VKW betreffend
Finanzierung

1996

August, Abbruch Tobelmühle Beginn.
Absicherung Baugrube

1996

Oktober, Baubeginn Wasserfassung

1997

Februar bis April Baubeginn
Druckrohrleitung Straßenquerung
mit Vollsperre der Silbertalstraße

1998

August, Lückenschluss
Druckrohrleitung bei der
neuen Litz-Brücke

1997

Dezember, Fertigstellung
Wasserfassung.
Erstes Drehen Maschine III

1998

25. Juli Inbetriebnahme Kraftwerk